Kategorie: Arbeit

Welche Schwierigkeiten haben Flüchtlinge auf dem Arbeitsmarkt?

Die Hälfte der Flüchtlinge, die zwischen 2008 und 2012 nach Deutschland kamen, haben inzwischen eine feste Arbeitsstelle. Ein Viertel sucht nach Arbeit. Doch welche Schwierigkeiten haben sie dabei?

55 Prozent der Flüchtlinge sind jünger als 25 Jahre, was bedeutet, dass das Bildungssystem eine entscheidende Rolle bei ihrer Qualifizierung spielt, sodass sie auf dem Arbeitsmarkt eine Chance haben.

Leider ist noch wenig über die Flüchtlinge bekannt, die in 2015 nach Deutschland kamen. Man weiß auch nicht, welche Qualifikation Flüchtlinge besitzen, die derzeit einreisen. Dies wird sich in Zukunft verbessern, wenn die Daten automatisch erfasst werden.

Es gibt jedoch eine Studie des Bundesamtes für Migration, die Flüchtlinge untersucht hat, die zwischen 2008 und 2012 nach Deutschland kamen und den Flüchtlingsstatus bekamen. Etwa die Hälfte von ihnen arbeitet heute in Jobs, bei denen sie auch Sozialabgaben zahlen müssen. Ein Viertel von ihnen ist auf der Suche nach einem Job oder einer beruflichen Weiterbildung. Rund 20 Prozent arbeiten nicht und suchen nicht nach Arbeit.

Wer als Flüchtling anerkannt wurde, hat kaum Hindernisse. Er hat den gleichen Zugang zum Arbeitsmarkt wie alle anderen Bürger. Aber es gibt Probleme mit Menschen, denen subsidiärer Schutz gewährt wurde – sogenannten „tolerierten“ Flüchtlingen, die als Asylbewerber abgelehnt worden sind, für ein Jahr, das meistens weiterverlängert wird, in Deutschland bleiben dürfen. Dies macht es natürlich schwierig für Unternehmen, sie in der formalen Ausbildung aufzunehmen.

Wenn einem Flüchtling höchstwahrscheinlich Asyl gewährt wird und dieser nach drei Monaten Zugang zum Arbeitsmarkt bekommt, wird allerdings stets zunächst geprüft, ob Einheimische oder EU-Bürger für den Arbeitsplatz geeignet sind. Und es ist immer möglich, dass die Entscheidung gegen den Flüchtling gefällt wird.

Handelt es sich bei den Flüchtlingen um unbegleitete Minderjährige, bekommen sie einen Vormund, der sich um den gesamten Prozess kümmert. Dann gelingt die Integration in den Arbeitsmarkt gut. Schwierig wird es jedoch, wenn junge Erwachsene alles selbst tun müssen.

Menschen, die keine berufliche Qualifikation haben, haben es besonders schwer. Diejenigen, die jünger als 25 Jahre sind, können immer noch vom allgemeinen Bildungssystem profitieren (Pflichtschule und Vorbereitungskurse für Arbeits- und Ausbildungsplätze). Aber es ist deutlich schwieriger für diejenigen, die älter als 25 sind und nicht die Art von Qualifikation besitzen, die auf dem Arbeitsmarkt gefragt ist.
Unternehmen, die Flüchtlinge beschäftigen, äußern sich in der Regel recht positiv über die neuen Mitarbeiter. Die Flüchtlinge seien hochmotiviert und wären stark interessiert, sich zu integrieren. Ausreichende Deutschkenntnisse bleiben das wichtigste Thema. Auch Lesen und Schreiben sind Fähigkeiten, die immer wichtiger werden.

Das ist eine ganz neue Herausforderung. Ein Teil der Berufsausbildung besteht aus dem Schreiben von Berichten oder dem Lesen von Betriebsanleitungen für Maschinen, was erweiterte Sprachkenntnisse erfordert. Obendrein haben bestimmte Branchen eine spezifische Terminologie, die sich Ausländern oftmals nur schwer erschließt.

7 Gründe, warum viele im ungeliebten Job bleiben

Es ist nur logisch, einen Job zu wechseln, den man überhaupt nicht mag. Doch nicht selten entscheiden sich Arbeiter dafür, im Job zu bleiben – aus vielen Gründen:

1. Oftmals besitzt man ein Haus und der Verkauf wird deutlich schwieriger sein als die Auflösung eines Mietvertrags für eine Wohnung.

2. Man hat Freundschaften am Arbeitsort oder mit Arbeitskollegen.

3. Das Arbeitsverhältnis des Ehepartners oder Lebensgefährten lässt es nicht zu.

4. Man würde das Familienleben stören. Wenn nur der eine Partner mit dem Job unzufrieden ist und diesen wechseln will, ist oftmals auch der Partner gezwungen, seinen Job zu wechseln. Dies will man dem Partner natürlich nicht zumuten.

5. Der „ungeliebte“ Job erlaubt Vergünstigungen oder gewisse Vorteile – zum Beispiel den Zugang zu Clubs oder anderen privaten Netzwerken, die man über andere Jobs nicht bekommt.

6. Ein Jobwechsel ist mit zu viel Aufwand verbunden. Oftmals merkt man, dass dieser Aufwand es einfach nicht wert ist.

7. Wer bereits länger in seinem Job ist, ist im Unternehmen gut bekannt, was eine gewisse Jobsicherheit mit sich bringt.

Wer seinen Vorgesetzten nicht mag, jedoch alle anderen Kollegen, macht oft dennoch weiter, um in der Hierarchie aufzusteigen – man versucht einfach durchzuhalten.

Doch warum geben sich eigentlich Unternehmen mit offensichtlich unglücklichen Mitarbeitern ab? Verlorene Mitarbeiter sind letztlich ein Kostenfaktor, den man möglichst vermeiden will. Wenn der „unzufriedene“ Mitarbeiter im Unternehmen bleibt anstatt zu gehen, so spart das Unternehmen letztlich Geld.

Wenn es außerdem wertvolle Mitarbeiter sind, die über wertvolle Informationen und Kenntnisse verfügen, wollen Unternehmen diese Talente halten, unter anderem, weil sie befürchten, dass sie zu einem Wettbewerber gehen.

Gerade wenn ein Mitarbeiter fest integriert ist, will ein Unternehmen diesen äußerst ungern verlieren, sodass sie diesem oftmals die besten finanziellen Angebote (Gehalt und Vergünstigungen) machen.

Firmen wissen, dass je länger jemand in einem Unternehmen ist, desto mehr soziale Netzwerke besitzt dieser Mitarbeiter und desto unwahrscheinlicher ist es, dass er oder sie geht.

Wenn der Mitarbeiter jedoch völlig unglücklich ist, kann dies zu kontraproduktivem Arbeitsverhalten führen, was dem Unternehmen natürlich deutlich mehr schadet als wenn der Mitarbeiter das Unternehmen verlässt.

Nicht selten versuchen unzufriedene Mitarbeiter das Unternehmen zu sabotieren, absichtlich Arbeitsressourcen zu verschwenden und Negatives über das Unternehmen zu verbreiten.

Letztlich muss jeder selbst entscheiden, wie „schlimm“ die Arbeitssituation ist. Natürlich ist ein Jobwechsel alles andere als einfach. Doch wer in seinem Job absolut unglücklich ist, macht sich damit oftmals das gesamte Leben kaputt, denn die negative Stimmung überträgt sich auch auf die Freizeit und meistens auch auf den Partner, was ebenfalls negative Konsequenzen haben kann. Diese Negativspirale muss durchbrochen werden und ist weitaus schlimmer als ein Jobwechsel.

P.S. Wie Sie schnell einen neuen Job finden, erfahren Sie hier. Und wenn sie nicht nur (daheim) arbeiten, sondern auch reisen wollen, lohnt sich ein Blick auf diesen Artikel.

8 Jobs für alle, die mehr reisen wollen

Die meisten Menschen reisen überaus gerne und wäre das nicht ihr Job, würden viele auch endlos reisen.

Allerdings braucht man zum Reisen Geld und wer nicht gerade über ein Vermögen verfügt, braucht einfach einen Job, um seine Reisen zu finanzieren.

Doch man muss nicht zwangsläufig in einem 9-17-Job tätig sein, um dann nur 2-3 Wochen im Jahr frei zu haben. Es gibt jede Menge Möglichkeiten im Ausland zu arbeiten – kurz- und langfristig.

Hier sind 8 Jobs, die es Ihnen erlauben, auch im Ausland zu arbeiten:

1) Arbeitsurlaub
Wissen Sie, ob Sie ein Arbeitsurlaub-Visa für eine anderes Land bekommen können? Die Recherche lohnt sich. Und es gibt dabei die unterschiedlichsten Jobs: von Erntehelfern, Bergbau, in einem Hostel, Kellner, Gartenhelfer oder am Bau.

2) Saisonarbeit
Es gibt auch jede Menge unterschiedlicher Saisonjobs auf der ganzen Welt. Auch hier lohnt sich das Umschauen.

3) Sprachlehrer
Sie können Deutsch oder Englisch lehren – dazu braucht man kein richtiger Lehrer zu sein. In einigen Ländern sind bereits durchschnittliche Englischkenntnisse ausreichend. Informieren Sie sich auch über diese Möglichkeit – es gibt unzählige Organisationen auf der ganzen Welt, die Englisch-, aber auch Deutschlehrer suchen.

4) Yachtbesatzung
Je größer eine Yacht ist, desto größer ist in der Regel auch die Crew. Man reist von einem Ort zum anderen und lebt dabei auf der Yacht – ein Traum für alle Meerliebhaber.

5) Kursleiter
Sie können etwas besonders gut – wie zum Beispiel Surfen, Kitesurfen, Windsurfen, Tauchen, Yoga, etc. – dann können Sie sich als Leiter eines Kurses in dieser Sportart bewerben. Dies sind mit Sicherheit einige der coolsten Jobs überhaupt. Gerade Tauchlehrer, die gut Englisch sprechen können, werden an vielen Orten dringend gesucht. Wenn Sie gerne tauchen – warum nicht anderen bei Lernen helfen? Sie können daheim im Internet recherchieren oder aber direkt an Ihrem Urlaubsort nachfragen.

6) Tourguide
Wenn Sie sich an einem Ort gut auskennen, können Sie vermutlich auch problemlos als Tourguide arbeiten. Was gibt es besseres als an Ihrem Lieblingsort zu leben und dafür Geld bekommen, anderen Ihre Lieblingsstadt zu zeigen?

7) Au Pair
Wer Kinder mag und sich nicht zu schade ist, als Kindermädchen zu arbeiten, sollte über einen Au Pair-Job nachdenken. Gleichzeitig lernt man auf diese Weise eine ausländische Gastfamilie mit all ihren Bräuchen und Traditionen kennen. Diese Jobs sind in der Regel bezahlt und man lebt kostenlos bei der Gastfamilie. Viele Orte in Europa, USA, Kanada etc. nehmen an solchen Programmen teil.

8) Digitaler Nomade
Wer seinen Job vom Laptop erledigen kann und nur eine Internetverbindung braucht, kann im Prinzip die ganze Zeit auf Reisen sein, denn heutzutage ist es nicht besonders schwer, WiFi zu finden. Egal, ob man Anleitungen für technische Produkte erstellt, Webdesigner, Copywriter, technischer Übersetzer oder Suchmaschinenoptimierer ist – Laptop und schnelles und zuverlässiges Internet reichen heutzutage vollkommen aus, um ein stabiles Einkommen zu erwirtschaften, ja gar ein eigenes Business auf die Beine zu stellen.